

Das Texto SMS Gratuit Team
25. Juli 2026 · 6 Min. Lesezeit
Die Arcep hat am 23. Juli 2026 die zweite öffentliche Konsultation zu den Modalitäten der Neuvergabe der Mobilfunkfrequenzen im französischen Mutterland veröffentlicht. Es steht viel auf dem Spiel: alle Ablauftermine — derzeit verstreut zwischen 2030 und 2035 — auf ein gemeinsames Datum, den 7. Dezember 2035, auszurichten und die Versorgungspflichten zu verschärfen, einschließlich der bekannten Zuverlässigkeitsschwelle, die von 95 % auf 98 % angehoben wird. Für einen Dienst wie Texto SMS Gratuit, der von der Qualität der SMS-Zustellung über die Netze der Betreiber abhängt, wird diese Überarbeitung des Spektrums die Zuverlässigkeit der Nachrichten für die kommenden zehn Jahre prägen.
Warum diese Konsultation strategisch ist
Die von Orange, SFR, Bouygues Telecom und Free Mobile genutzten Frequenzbänder laufen gestaffelt ab. Für einen Betreiber ist ein Frequenzband die behördliche Genehmigung, auf einem Teil des Funkspektrums zu senden — ohne sie gibt es kein 2G, 3G, 4G oder 5G. Der aktuelle Zeitplan ist fragmentiert:
| Band | Aktueller Ablauf | Zielablauf |
|---|---|---|
| 900 MHz | 11. Januar 2030 | 7. Dezember 2035 |
| 2,1 GHz | 11. Januar 2030 | 11. Dezember 2032 (dann 2035) |
| 1800 MHz | 24. März 2031 | 7. Dezember 2035 |
| 2,6 GHz | 10. Oktober 2031 | 7. Dezember 2035 |
| 800 MHz | 16. Januar 2032 | 7. Dezember 2035 |
| 700 MHz | 7. Dezember 2035 | 7. Dezember 2035 |
| 3,5 GHz | 17. November 2035 | 2035 (verlängerbar bis 2040) |
Die Arcep schlägt daher ein zweistufiges Szenario vor: zunächst kurzfristige Neuzuweisungen (ab 2028-2030), um alle Bänder auf Ende 2035 auszurichten, dann ein gruppiertes wettbewerbliches Auswahlverfahren (2029-2030) für die niedrigen und mittleren Bänder. Eine dritte Konsultation folgt vor Ende 2026, um die eigentlichen Bedingungen der Neuzuweisung festzulegen: Dauer der neuen Genehmigungen, Gebühren, Spektrumsobergrenzen.
Die Versorgungsschwelle steigt von 95 % auf 98 %
Dies ist die konkreteste Maßnahme für die Nutzer. Bisher verlangten die in den Betreibergenehmigungen verankerten Versorgungspflichten, dass die Dienste (Sprache, SMS, Daten) in mindestens 95 % der Verbindungsversuche in einem bestimmten Gebiet verfügbar sind. Die Arcep schlägt vor, diese Schwelle auf 98 % anzuheben. Hinter dieser Zahl steht eine einfache Realität: ein Anruf, der beim ersten Versuch nicht zustande kommt, eine SMS, die mehrere Minuten zum Versenden braucht — das sind heute Fälle, die der Vertrag toleriert — aber nicht mehr tolerieren wird.
In der Praxis plant die Arcep auch, diese Verpflichtung auf Daten auszuweiten, und zwar auf demselben Niveau wie Sprache und SMS, sowie die Indoor-Versorgung (in Gebäuden) zu stärken, die die Schwäche der hohen Bänder wie 3,5 GHz bleibt. Die gemeinsame Nutzung wird in den weißen Zonen in Ortskernen verpflichtend: ein einziges gemeinsames Netz für mehrere Betreiber, wo sich die Investition für jeden einzelnen nicht lohnt.
Foto: Unsplash — die physische Infrastruktur der Netze, die die Arcep-Konsultation widerstandsfähiger machen will.
Strenger Rahmen für die Abschaltung von 2G und 3G
Ein heißes Thema im Jahr 2026: die Betreiber haben bereits begonnen, 2G und 3G abzuschalten, Technologien, auf die sich noch einige Dienste stützen (insbesondere SMS-Benachrichtigungen von Linky-Zählern, Zahlungsterminals und industrielles IoT). Die Arcep legt nun einen strengen Rahmen fest: 5 Jahre Vorlauf vor jeder Abschaltung, davon 24 Monate für den detaillierten Zeitplan. Die Betreiber müssen eine öffentliche Roadmap veröffentlichen, mit einer Begründung der betroffenen Gebiete.
Zur Erinnerung: Free hat 2G in seinem Netz bereits 2025 abgeschaltet; Orange hat die schrittweise Abschaltung von 2G bis 2030 und von 3G bis 2028-2029 angekündigt, wie wir in unserem Artikel zur 3G-Abschaltung in Frankreich bis 2028-2029 im Detail beschrieben haben. Die Konsultation verankert daher einen Grundsatz der Transparenz, der bisher fehlte.
Was die Betreiber vorbringen
Überraschend ist es nicht, dass die vier nationalen Betreiber bereits damit begonnen haben, ihre Karten auszuspielen. Orange fordert eine längere Genehmigungsdauer (20 Jahre statt 15), um die 5G-Investitionen zu amortisieren und sich auf 6G vorzubereiten. SFR, mitten in der Umstrukturierung nach der Übernahme durch Altice, plädiert für eine Senkung der Abgaben, um die Konsolidierung zu erleichtern. Bouygues Telecom besteht auf regulatorischer Stabilität — eine klassische Botschaft, die aber vor dem Hintergrund eines Rückgangs der Betreibererlöse um 1,9 % im ersten Quartal 2026 an Bedeutung gewinnt (ein Thema, das wir in unserer Analyse der Telekommunikationserlöse im Q1 2026 behandelt haben). Free Mobile verteidigt die Beibehaltung einer Spektrumsobergrenze pro Betreiber, um den Wettbewerb zu erhalten.
Die Arcep schließt in ihrer Konsultation keine Tür: sie befragt die Akteure ausdrücklich zu Dauer, Obergrenzen, Gebühren und dem Schicksal des 3,5-GHz-Bands bis 2040. Die Konsultation bleibt bis zum 23. September 2026 um 18:00 Uhr geöffnet, und Beiträge können an frequences.mobile@arcep.fr gesendet werden.
Was ändert sich konkret für die Nutzer
Für die breite Öffentlichkeit wird die Neuzuweisung kurzfristig nichts ändern: Die Betreiber behalten ihre aktuellen Genehmigungen bis zur Angleichung an 2035. Drei Konsequenzen sind jedoch absehbar.
Erstens wird sich die Qualität von SMS und Anrufen verbessern, insbesondere in ländlichen Gebieten und in Gebäuden. Die 98-%-Schwelle, die gemeinsame Nutzung in weißen Zonen und die Stärkung der Indoor-Versorgung bilden ein kohärentes Paket, das genau auf die Alltagsärgernisse abzielt: der Anruf, der abbricht, die SMS, die nicht gesendet wird, das Netz, das zehn Sekunden lang „sucht".
Zweitens wird die regulierte Abschaltung von 2G und 3G die Industrie und die Dienstebetreiber zwingen, auf 4G, 5G oder LTE-M zu migrieren. Für die Nutzer bedeutet dies, dass ein altes 2G-only-Handy, das noch von einigen Senioren oder in abgelegenen Gebieten genutzt wird, bis 2030-2033 nicht mehr funktionieren wird. Besser, man plant voraus.
Foto: Unsplash — die alltägliche Mobilfunkversorgung, im Mittelpunkt der Sorgen des Regulierers.
Schließlich wird der strukturelle Rückgang der SMS — minus 27 % im Jahresvergleich laut unserer Analyse des SMS-Roaming- und nationalen Marktes im Q1 2026 — durch die Neuzuweisung nicht umgekehrt, aber sie wird das technische Fundament stabilisieren, auf dem kritische Benachrichtigungen weiterhin beruhen: FR-Alert-Warnungen, Banktransaktionsbestätigungen, SMS-Zwei-Faktor-Authentifizierung, Flug- und Terminerinnerungen.
Der Zeitplan zum Merken
- 23. Juli 2026: Eröffnung der öffentlichen Konsultation durch die Arcep.
- 23. September 2026 (18:00 Uhr): Schluss der Beiträge.
- Ende 2026: dritte Konsultation zu den Bedingungen der Neuzuweisung (Dauer, Gebühren, Obergrenzen).
- 2028-2030: kurzfristige Neuzuweisungen, um die Bänder auf 2035 auszurichten.
- 2029-2030: gruppiertes wettbewerbliches Auswahlverfahren.
- 7. Dezember 2035: neues gemeinsames Ablaufdatum für alle Bänder (außer 3,5 GHz, verlängerbar bis 2040).
Für die SMS-Akteure und für einen Dienst wie den unseren, der auf die Einfachheit des Versands setzt, geht es weniger um die technologische Revolution als um die Garantie der Zuverlässigkeit: Eine SMS muss in weniger als 5 Sekunden versendet werden, ihr Ziel erreichen und nicht von einem Frequenzband abhängen, dessen administrative Zukunft unsicher wäre. Die Konsultation der Arcep legt den Grundstein für einen lesbaren Rahmen bis 2035. Es ist auf lange Sicht eine gute Nachricht für die Widerstandsfähigkeit der Kommunikation, die wir täglich nutzen.
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