Das Ende von Kupfer und ADSL: was die Netzabschaltung 2026 verändert
Sophie

Sophie

20. Juni 2026 · 4 Min. Lesezeit

Das alte Kupferkabel, das ADSL und den Festnetzanschluss in Millionen französische Haushalte bringt, erlebt seine letzten Jahre. Orange, der Eigentümer des Netzes, schaltet es schrittweise ab, Stadt für Stadt, bis es bis Ende 2030 vollständig verschwunden sein soll. Und 2026 ist ein entscheidender Schritt. Hier der Zeitplan, wer betroffen ist und worauf Sie sich einstellen sollten.

Ein Netzwerkschrank mit Verkabelung: das Herz der Telekommunikationsinfrastruktur.

Foto: Unsplash — Netzwerkinfrastruktur und Verkabelung.

Warum das Kupfernetz abschalten?

Das ab den 1970er Jahren ausgebaute Kupfernetz (dasjenige hinter ADSL, VDSL und der analogen Telefonleitung) altert, ist teuer in der Wartung und in der Geschwindigkeit begrenzt. Glasfaser ersetzt es überall: Laut Arcep können inzwischen 95% der Gebäude an Glasfaser angeschlossen werden, die bereits fast 84% der Internetanschlüsse in Frankreich ausmacht.

Anstatt zwei Netze parallel zu betreiben, migriert Orange alle zu Glasfaser und zieht den Stecker beim Kupfer. Insgesamt werden bis November 2030 mehr als 41,5 Millionen Leitungen technisch geschlossen.

Der Zeitplan für 2026, Etappe für Etappe

Die Abschaltung erfolgt in sieben aufeinanderfolgenden Etappen und immer in zwei Schritten: zunächst die kommerzielle Schließung (keine neuen Kupferanschlüsse mehr möglich), dann, ein bis zwei Jahre später, die technische Schließung (die Leitung wird physisch gekappt).

EtappeStädteWichtiger Meilenstein
Etappe 2829Endgültige technische Schließung am 27. Januar 2026
Etappe 32.145Technische Schließung geplant für den 31. Januar 2027
Etappe 46.894 (~8,3 Mio. Gebäude)Kommerzielle Schließung 2026–2027, technische 2029

In der Praxis haben seit Januar 2026 Hunderte Städte der Etappe 2 keine aktive Kupferleitung mehr: ADSL und der analoge Festnetzanschluss haben dort endgültig aufgehört. Die folgenden Etappen folgen demselben Mechanismus, gestaffelt bis 2030.

Glasfaserstränge: das Netz, das Kupfer ersetzt.

Foto: Unsplash — Glasfaser ersetzt Kupfer.

Was genau funktioniert nicht mehr?

Nach der technischen Schließung einer Etappe verschwinden mehrere Dienste gleichzeitig:

  • ADSL-, SDSL- und VDSL-Internetzugang: Sie müssen zuvor auf Glasfaser (oder eine 4G/5G-Box) umgestiegen sein.
  • Der klassische analoge Festnetzanschluss an der Wandsteckdose.
  • Zugehörige Dienste, die über die Kupferleitung liefen: Fernüberwachung, Personennotrufsysteme, Zahlungsterminals, Faxgeräte, Alarmanlagen…

Letzterer Punkt überrascht die Menschen am meisten: eine an die alte Leitung angeschlossene Alarmanlage oder ein Personennotrufgerät kann über Nacht aufhören zu funktionieren. Deshalb lohnt es sich, Ihre Adresse frühzeitig zu überprüfen.

Was sollten Sie vor der Abschaltung tun?

Wenn Ihre Stadt betroffen ist, sind die Schritte einfach. Prüfen Sie zunächst, ob Glasfaser an Ihrer Adresse verfügbar ist, schließen Sie einen Glasfaser-Tarif beim Anbieter Ihrer Wahl ab, und stellen Sie dann sicher, dass Ihre Geräte (Telefon, Alarmanlage, Kartenlesegerät) kompatibel oder migriert sind. Ihr Anbieter ist verpflichtet, Sie mehrere Monate im Voraus zu benachrichtigen.

Auf der Mobilfunkseite ändert sich nichts — und genau da behält die SMS ihren vollen Wert. Anders als das feste Internet läuft eine Textnachricht über das GSM-Netz der Mobilfunkanbieter, völlig unabhängig sowohl von Kupfer als auch von Glasfaser. Ob Ihr Festnetzanschluss gekappt ist oder nicht, Sie können jederzeit eine kostenlose SMS senden über unsere Startseite, ohne Anmeldung.

SMS, Glasfaser, Mobilfunk: eine sich wandelnde Landschaft

Das Ende des Kupfers ist Teil einer umfassenderen Transformation der französischen Telekommunikation, ebenso wie der Aufstieg von RCS gegenüber SMS oder die sich wandelnden Angebote der französischen Anbieter. Der rote Faden all dieser Veränderungen: Mobilfunk wird zum universellen Kanal, während sich Festnetzanschlüsse rund um Glasfaser neu erfinden.

Für eine Erinnerung, eine Bestätigung oder eine einmalige Nachricht bleibt die SMS die sichere Wahl — sie erreicht jedes Telefon, ohne App und ohne Box. Wenn Sie viele Nachrichten zu versenden haben, hilft Ihnen unser Leitfaden zum massenhaften Versenden von SMS.

Häufig gestellte Fragen

Ist meine Stadt 2026 betroffen? Das hängt von Ihrer Etappe ab. Städte der Etappe 2 wurden im Januar 2026 abgeschaltet; die anderen Etappen sind bis 2030 gestaffelt. Ihr Anbieter benachrichtigt Sie im Voraus. Im Zweifel helfen Ihnen unsere Kontaktseite und unsere FAQ weiter.

Verliere ich meine Festnetznummer? Nein. Ihre Nummer bleibt erhalten: Sie wechselt einfach von der Kupferleitung zur Glasfaser (Voice over IP).

Ist SMS vom Ende des Kupfers betroffen? Überhaupt nicht. SMS läuft über das mobile GSM-Netz, das unabhängig vom Festnetz ist. Sie können weiterhin kostenlos eine Textnachricht senden, ohne etwas zu installieren.

Kurz gesagt

2026 beschleunigt das Ende einer Ära: ADSL und der analoge Festnetzanschluss schalten sich Etappe für Etappe ab, zugunsten von Glasfaser, bis Kupfer Ende 2030 vollständig geschlossen ist. Prüfen Sie Ihre Berechtigung, migrieren Sie Ihre Geräte rechtzeitig — und denken Sie daran: um jemanden garantiert zu erreichen, bleibt SMS bei uns kostenlos und universell.

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