

The Texto SMS Gratuit team
24. Juni 2026 · 5 Min. Lesezeit
Es ist eine kleine Revolution für die Seelenruhe aller in Frankreich. Ab dem 11. August 2026 wird unerwünschte Kaltakquise standardmäßig illegal: Ein Unternehmen darf Sie nicht mehr anrufen, um etwas zu verkaufen, ohne Ihre vorherige Zustimmung. Am selben Tag hört Bloctel — die nationale Robinsonliste — auf zu existieren.
Diese Reform, die aus dem Gesetz vom 30. Juni 2025 stammt, kehrt die aktuelle Logik vollständig um. Hier erfahren Sie, was sich in der Praxis für Ihre Anrufe, Ihre SMS und Ihre Privatsphäre ändert.
Foto: Unsplash — ab August 2026 wird ein Verkaufsanruf ohne Ihre Zustimmung rechtswidrig.
Von "Opt-out" zu "Opt-in": der große Wechsel
Bisher galt in Frankreich das Prinzip des Widerspruchs ("Opt-out"): Ein Unternehmen durfte Sie anrufen, es sei denn, Ihre Nummer stand auf der Bloctel-Liste. Es lag an Ihnen, sich einzutragen, um nicht mehr kontaktiert zu werden — ein System, das oft als wirkungslos kritisiert wurde.
Ab dem 11. August 2026 kehrt sich die Logik zugunsten der ausdrücklichen Einwilligung ("Opt-in") um:
| Vor dem 11. Aug. 2026 | Ab dem 11. Aug. 2026 | |
|---|---|---|
| Prinzip | Anrufe erlaubt, außer Sie widersprechen | Anrufe verboten, außer Sie stimmen zu |
| Was Sie tun müssen | Bei Bloctel eintragen | Nichts: keine Zustimmung bedeutet Nein |
| Rolle von Bloctel | Robinsonliste | Dienst abgeschafft |
In der Praxis müssen Sie nichts mehr tun, um nicht mehr kaltakquiriert zu werden. Schweigen zählt nun als Ablehnung.
Was das Gesetz unter "Einwilligung" versteht
Um Sie anrufen zu dürfen, muss ein Unternehmen eine Einwilligung eingeholt haben, die freiwillig, spezifisch, informiert, eindeutig und widerrufbar ist und durch eine klare positive Handlung zum Ausdruck kommt. Mit anderen Worten: ein vorab angekreuztes, in einem Formular verstecktes Kästchen reicht nicht aus, und Sie können Ihre Zustimmung jederzeit widerrufen. Unternehmen müssen diese Einwilligung außerdem nachweisen können.
Die Strafen sind hoch: Verwaltungsstrafen von bis zu 75.000 € für eine Einzelperson und 375.000 € für ein Unternehmen bei einem Verstoß.
Wo passt die SMS hinein?
Bloctel deckte immer nur Sprachanrufe ab. Für kommerzielle Textnachrichten gilt die Regel der vorherigen Einwilligung (Opt-in) tatsächlich bereits seit dem Inkrafttreten der DSGVO im Jahr 2018: Eine Marke darf Ihnen nur dann eine Werbe-SMS senden, wenn Sie zugestimmt haben, sie zu erhalten.
Drei Gewohnheiten bleiben gegen unerwünschte Textnachrichten nützlich:
- Das Wort "STOP": Jede rechtmäßige Werbe-SMS muss Ihnen ermöglichen, sich durch die Antwort STOP abzumelden. Das ist kostenlos und sofort wirksam.
- 33700: Um eine unerwünschte oder betrügerische Textnachricht zu melden, leiten Sie sie an die 33700 weiter, Frankreichs offiziellen Anti-Spam-Dienst. Wir erklären, wie das geht, in unserem Leitfaden zu SMS-Betrug und Smishing.
- Vorsicht: aggressive Werbung ist oft der erste Schritt zu einem Phishing-Versuch. Um Ihre Angriffsfläche zu verringern, sehen Sie sich unsere Tipps zum Schutz Ihrer SMS-Privatsphäre an.
Foto: Unsplash — mit "STOP" zu antworten oder an die 33700 zu melden bleibt Ihre beste Verteidigung gegen unerwünschte Textnachrichten.
Manche Branchen sind bereits vollständig verboten
Das Gesetz von 2025 ergänzt ältere branchenspezifische Verbote. Werbung im Zusammenhang mit der energetischen Sanierung von Wohngebäuden (Wärmepumpen, Dämmung, Solarpaneele) ist seit dem 1. Juli 2025 über alle Kanäle hinweg verboten — Telefon, SMS, E-Mail oder soziale Medien. Eine SMS, die diese Art von Dienstleistung anbietet, ist daher von Natur aus illegal.
Warum das für uns wichtig ist
Bei Texto SMS Gratuit sind wir der Überzeugung, dass eine Nachricht nützlich und gewollt sein sollte, niemals jemandem aufgezwungen. Das ist das Gegenteil von Massenwerbung: Unser Service ermöglicht Ihnen, kostenlos eine Textnachricht zu senden an ein französisches Mobiltelefon, ohne Anmeldung, ohne Werbung und ohne Verpflichtung. Keine weiterverkaufte Datenbank, keine versteckte Akquise — nur eine Nachricht, dann, wenn Sie sich entscheiden, sie zu senden.
Diese Reform ist Teil einer umfassenderen Modernisierung der französischen Telekommunikation, zusammen mit der 2G-Abschaltung und dem Aufstieg von RCS gegenüber SMS.
Häufig gestellte Fragen
Muss ich vor dem 11. August 2026 etwas tun? Nein. Anders als bei Bloctel erfordert das neue System keine Anmeldung: Ohne Ihre Zustimmung ist Kaltakquise automatisch verboten.
Verschwindet meine Bloctel-Anmeldung wirklich? Ja. Der Dienst wird am 11. August 2026 eingestellt, wenn seine Konzession endet. Er wird sinnlos, da Schweigen nun als Ablehnung zählt.
Kann ich weiterhin Werbe-SMS erhalten? Nur, wenn Sie zugestimmt haben (DSGVO). Andernfalls antworten Sie mit STOP oder melden Sie die Nachricht an die 33700.
Was soll ich bei einem missbräuchlichen Anruf oder einer SMS nach diesem Datum tun? Sie können dies den Behörden melden (33700 für SMS, die DGCCRF für Anrufe). Die Strafen können für ein Unternehmen bis zu 375.000 € erreichen.
Kurz gesagt
Der 11. August 2026 markiert das Ende der unerwünschten Kaltakquise: die ausdrückliche Einwilligung wird zur Regel, und Bloctel verschwindet. Für SMS existiert die Regel der vorherigen Zustimmung bereits — und die richtigen Gewohnheiten (STOP, 33700) bleiben Ihre besten Verbündeten. Haben Sie eine Frage? Unsere FAQ und Kontaktseite sind da, und Sie können jederzeit in Sekundenschnelle kostenlos eine SMS senden, ohne etwas zu installieren.



