

Marc
21. Juni 2026 · 5 Min. Lesezeit
Nach Kupfer und ADSL verabschiedet sich eine weitere alternde Technologie: 2G. Anfang der 1990er Jahre eingeführt, trug sie dreißig Jahre lang unsere Anrufe und unsere allerersten Textnachrichten. 2026 beginnen französische Anbieter, sie endgültig abzuschalten. Sollten Sie sich um Ihre SMS und Anrufe Sorgen machen? Hier der Zeitplan, die betroffenen Telefone und die durchzuführenden Prüfungen.
Foto: Unsplash — Anrufe und SMS wandern zu 4G- und 5G-Netzen.
Warum 2G abschalten?
2G (der GSM-Standard) stammt aus dem Jahr 1992. Es wird heute kaum noch für Daten genutzt, dient aber weiterhin als Sicherheitsnetz für Sprache und SMS, wenn 4G nicht verfügbar ist. Das Problem: Es am Leben zu erhalten, bindet wertvolles Frequenzspektrum und teure Ausrüstung, die die Anbieter lieber den weitaus effizienteren 4G- und 5G-Netzen zuweisen würden.
Die französische Regierung und die Regulierungsbehörde Arcep haben daher die schrittweise Abschaltung der alten Mobilfunknetze genehmigt. 2G geht zuerst, ab 2026; 3G folgt und bleibt etwas länger, bis 2028-2029. Es ist dieselbe Modernisierungslogik wie beim Ende des Kupfernetzes und ADSL auf der Seite des Festnetz-Internets.
Der Zeitplan für 2026, Anbieter für Anbieter
Jeder Anbieter geht in seinem eigenen Tempo vor, aber alle schließen 2G im Jahr 2026:
| Anbieter | Beginn der 2G-Abschaltung | Detail |
|---|---|---|
| Orange | Frühjahr 2026 | Beginnt im Südwesten, dann landesweit zwischen dem 22. September und 20. Oktober 2026 |
| SFR | 15. November 2026 | Zuerst dicht besiedelte Gebiete, dann überall im Dezember |
| Bouygues Telecom | 15. November 2026 | Gleiche Logik: zuerst dicht besiedelte Gebiete, dann Ausweitung |
| Free Mobile | Zeitplan von Orange | Free hat kein eigenes 2G-Netz und ist auf Orange angewiesen |
In der Praxis verschwindet 2G ab der zweiten Jahreshälfte 2026 Gebiet für Gebiet. 3G bleibt noch etwas länger verfügbar, aber sein Ende kommt bereits 2028.
Wer ist tatsächlich betroffen?
Gute Nachricht: Die überwiegende Mehrheit der neueren Smartphones wird nichts davon bemerken. Anrufe und SMS wechseln einfach nahtlos zu 4G (und 5G). Die zu beobachtenden Fälle sind:
- Ältere Telefone (oft vor 2014-2015 gekauft), die für Sprache nur 2G/3G unterstützen.
- Bestimmte vernetzte Geräte: Alarmanlagen, Aufzüge, Zahlungsterminals, GPS-Tracker oder Uhren mit einer 2G-SIM-Karte.
- Einfache Telefone ("Dumbphones") und manche Senioren-Tarife, die noch mit 2G laufen.
Foto: Unsplash — denken Sie daran, VoLTE in Ihren Einstellungen zu aktivieren.
VoLTE, der Schlüssel, um weiter telefonieren zu können
Der technische Punkt, den man kennen sollte, heißt VoLTE (Voice over LTE), also Sprachanrufe, die direkt über das 4G-Netz geführt werden. Da kein 2G oder 3G mehr für die Sprachübertragung zur Verfügung steht, übernimmt VoLTE. Aber ein 4G-fähiges Telefon ist nicht zwangsläufig VoLTE-fähig.
Die meisten in den letzten zehn Jahren verkauften Smartphones unterstützen VoLTE: Oft müssen Sie es nur in den Einstellungen aktivieren (unter "Mobilfunknetz" oder "Anrufe"). Die ältesten Modelle müssen jedoch ersetzt werden, um weiter telefonieren zu können. Im Zweifel bestätigt Ihnen das Datenblatt des Herstellers oder der Kundenservice Ihres Anbieters die Kompatibilität.
Und was ist mit SMS?
Das ist die Frage, die uns am meisten interessiert. Seien Sie beruhigt: Die SMS verschwindet nicht. Wie die Sprachübertragung wechselt sie einfach von den alten Netzen zu 4G und 5G. Auf einem neueren Telefon bleibt das Senden und Empfangen von Textnachrichten genau gleich. Sie können weiterhin kostenlos eine SMS senden über unsere Startseite, ohne Anmeldung und ohne App zu installieren: Die Nachricht gelangt zum Mobilfunknetz Ihres Empfängers, unabhängig davon, welche Generation dieser nutzt.
SMS bleibt sogar einer der robustesten Kanäle in der Telekommunikationslandschaft: universell und ohne App landet sie auf jedem Mobiltelefon. Das unterscheidet sie von neueren Formaten wie RCS, das wir mit SMS verglichen haben. Für eine Erinnerung, eine Bestätigung oder einen Code behält sie ihren Vorsprung — und wenn Sie viele Nachrichten zu versenden haben, gibt Ihnen unser Leitfaden zum massenhaften Versenden von SMS die besten Praktiken an die Hand.
Was tun, bevor 2G abgeschaltet wird
Wenn Sie ein neueres Smartphone nutzen, müssen Sie in der Regel nichts tun: Der Übergang erfolgt automatisch. Für alle anderen hier eine kurze Checkliste:
- Prüfen Sie das Alter und die VoLTE-Kompatibilität Ihres Telefons (Datenblatt oder Einstellungen).
- Aktivieren Sie VoLTE in den Einstellungen, falls die Option vorhanden, aber noch ausgeschaltet ist.
- Identifizieren Sie Ihre vernetzten Geräte mit einer 2G-SIM-Karte (Alarmanlage, Tracker, Uhr) und wenden Sie sich an deren Hersteller.
- Wenn Sie sich bei Ihrem Tarif unsicher sind, wenden Sie sich an Ihren Anbieter — er ist verpflichtet, betroffene Kunden zu warnen.
Häufig gestellte Fragen
Verliere ich am Tag der Abschaltung meine Anrufe und SMS? Nein, sofern Sie ein VoLTE-fähiges Telefon besitzen (fast alle neueren Smartphones). Anrufe und SMS wechseln automatisch zu 4G.
Wie erfahre ich, ob mein Telefon VoLTE unterstützt? Prüfen Sie das Datenblatt des Herstellers oder suchen Sie nach der Option "VoLTE" / "WLAN- und 4G-Anrufe" in Ihren Netzwerkeinstellungen. Auch unsere Kontaktseite und unsere FAQ können Ihnen weiterhelfen.
Ändert die 2G-Abschaltung etwas am kostenlosen SMS-Versand? Überhaupt nichts. Sie können weiterhin kostenlos eine Textnachricht senden: Der Service funktioniert unabhängig davon, in welchem Mobilfunknetz sich Ihr Empfänger befindet.
Kurz gesagt
2026 markiert den Anfang vom Ende für 2G: Orange macht im Frühjahr den Anfang, SFR und Bouygues folgen ab dem 15. November, und 3G wird bis 2028 seinerseits abgeschaltet. Für die überwiegende Mehrheit der Nutzer wird der Wechsel zu 4G und 5G unsichtbar sein. Prüfen Sie lediglich die VoLTE-Kompatibilität der ältesten Telefone — und denken Sie daran: um jemanden zuverlässig zu erreichen, bleibt SMS bei uns kostenlos und universell.
